In Deutschland sind Dieselfahrverbote beschlossen worden

Im Jahre 2018 werden in mehreren deutschen Städten Diesefahrverbote umgesetzt

Ein ständiges und temporäres Dieselfahrverbot in deutschen Städten - Wo, wie und zu welchem Zeitpunkt kann so etwas erkannt werden?

Tiefe Verunsicherung bei Deutschlands Dieselfahrern
Das vom Stuttgarter Verwaltungsgericht bestätigte Dieselfahrverbot zum 01. Januar 2018 wird neben den Entscheidungen in München und Hamburg vermutlich erst der Anfang vom möglichen Ende des Diesels sein, das aber noch vom Bundesverwaltungsgericht bestätigt werden muss.
Selbst wenn alte EURO-2, 3 und 4 Diesel nachgerüstet werden, bleibt das große ungelöste Problem, wie mit neuen EURO-5 Dieseln umgegangen werden soll.

Das sich ein "Ende des Diesels" vermutlich aber noch über mehrere Jahrzente hinziehen wird, sollten den Fahrern dieser Fahrzeuge bis dahin geholfen werden, wo wann und wie sie Dieselfahrverbotszonen rechtzeitig erkennen, vermeiden und ggfs. umfahren können, um nicht Bußgelder zahlen zu müssen und/oder Liefertermine im Wirtschaftsverkehr zu verpassen.

Dieselfahrverbote.de versteht sich als Dienstleister, der aktuell mit eigenen Beiträgen über die Situation für Dieselfahrer in Deutschland berichtet, Medien-News aus den großen Städten mit hoher NOx-Belastung aufgreift und zudem Wege aufzeigt, wie und in welcher Form eine Informationsdienstleistung der Green-Zones-App dabei helfen kann.

Städtetag jetzt doch für teilweise Fahrverbote

Recht plötzlich hat sich der Deutsche Städtetag nun doch für die Einführung der blauen Plakette ausgesprochen. Auf Grund des baldigen Gerichtsverfahrens vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig, wo die Rechtskräftigkeit von Fahrverboten geprüft wird, sind die Städte in Zugzwang. Sie müssen kurzfristige und messbare Erfolge im Kampf gegen die Stickoxide vorweisen, um generelle Fahrverbote abzuwenden.
Das beworbene Wunderheilmittel der Nachrüstung von Dieselfahrzeugen hat bisher zu keiner deutlichen Verbesserung der Luftqualitätswerte geführt, weshalb nun nach weiteren Lösungsansätzen gesucht wird. Denn die Autoindustrie kann bisher weder über die genaue Anzahl nachgerüsteter Wagen, noch über die Ergebnisse Rechenschaft ablegen. Auch die Gelder aus dem kurzfristig ins Leben gerufenen Fond für kommunale Maßnahmen werden noch lange nicht ausgezahlt. Nachdem es Monate dauerte, bis das Geld im Topf abkam, müssen sich die Städte nun auf ein langwieriges Bewerbungsverfahren wie bei allen Anträgen vorbereiten. Eine Vereinfachung der Auswahlrichtlinien wäre nur bei einer vorhandenen Bundesregierung möglich. Somit werden auch diese kommunalen Maßnahmen für einen emissionsarmen Verkehr Jahre bis zu ihrer Umsetzung dauern.
Da ist die blaue Plakette eine denkbare und schnelle Variante, die Bevölkerung vor erhöhten Stickoxidwerten zu schützen. Allerdings sind neuere Fahrzeuge nicht unbedingt sauberer! Da die Autoindustrie an den Motoren getrickst und somit die Prüfstände getäuscht hatte, sind ältere Euro 4 und 5 Diesel im Realbetrieb teilweise viel sauberer als die neuen Diesel nach Euro 6 Standard. Nach welchem Kriterium also die blaue Plakette vergeben und Autos aus dem Stadtzentrum ausschließen? Viele Fragen bleiben für 2018 offen.

Volkswagen: Blaue Plakette und Dieselsubvention

VW-Chef Müller gab in einem Interview mit dem Handelsblatt an, dass man Dieselsubventionen überdenken müsse, wenn man den Umstieg in die E-Mobilität schaffen wolle. Dieses Geld könnte besser in die Forschung alternativer Antriebsarten investiert werden. Außerdem sei auch eine Blaue Plakette nicht undenkbar, um generelle Fahrverbote zu verhindern. Dies stellt einen drastischen Kurswechsel des Konzerns dar, verschiebt die Verantwortung aber auch in Richtung der Politik. Diese habe bisher nicht die richtigen Anreize für die E-Mobilität geschaffen, weil zum Beispiel Infrastrukturen für Ladesäulen fehlten. Auch die Kommunikation mit der Politik müsse neu überdacht werden. Bisher lief diese zumeist über den Verband Deutscher Autobauer VDA. Weil hier aber immer der Minimalkonsens aller Mitglieder gefunden werden muss, gehe die Arbeit des Industrieverbandes nur schleppend voran. Können wir demnächst also mit einem eigenständigen Vorgehen von Volkswagen rechnen? Die kürzlich geäußerte Position für einen Wandel hin zu umweltfreundliches Mobilität und weg von Dieselsubventionen ist zumindest ein mutiger Vorstoß.

NRW erwartet Dieselfahrverbote!

Köln, Wuppertal, Düsseldorf – das sind Städte mit der höchsten Luftverschmutzung in NRW, die hauptsächlich durch starken Autoverkehr zustande kommt.
In Düsseldorf sollen alleine 46.000 Pendler täglich mit dem Auto zur Arbeit fahren. Davon müssten rechnerisch wenigsten 5.000 vom Verkehr ausgeschlossen werden, um Grenzwerte für Feinstaub und Stickoxid in den Griff zu bekommen.
Aus diesem Grund kommt Regierungschefin Brigitta Radermacher zu dem Schluss, dass man um Verbote bestimmter Fahrzeuge zu bestimmten Zeiten wahrscheinlich nicht herumkomme. Die Landeshauptstadt Düsseldorf wartet derzeit auf den Bescheid des Bundesverwaltungsgerichts, dass über rechtliche Voraussetzungen für Dieselfahrverbote entscheiden soll. Andererseits hofft man auf eine kurzfristige Einführung der Blauen Plakette, welche wenigsten den sauberen EURO-6-Dieseln die Fahrt weiterhin erlauben würde. Andernfalls, müsste man zu generellen Dieselfahrverboten greifen.
In 60 von 127 Messstellen in Nordrhein-Westfalen werden die zulässigen Jahresmittelwerte von 40 µg/m3 überschritten. Neben Einschränkungen im Verkehr, werden auch Maßnahmen im Bereich Binnenschifffahrt angestrebt, da dieser Sektor ebenfalls mit einem Anteil von 7% zur Luftverschmutzung beiträgt.

Diesel-Pkw: Software-Updates reichen nicht aus für saubere Luft Hendricks und Krautzberger: Umtauschprämie nur für saubere Fahrzeuge einsetzen

Presseerklärung des Bundesministerium für Umwelt vom 23.08.2017 durch Ministerin Hendricks und UBA Präsidentin Krautzberger zur Dieselproblematik:
Die beim Dieselforum am 2. August beschlossenen Maßnahmen führen zu einer Senkung der Stickstoffdioxidbelastung in den deutschen Städten von bis zu sechs Prozent. Diese Senkung reicht in den meisten betroffenen Städten nicht aus, um den Jahresmittelwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter einzuhalten, der in der EU zum Schutz der menschlichen Gesundheit gilt.
Das ergeben Modellrechnungen des Umweltbundesamtes (UBA), die Bundesumweltministerin Barbara Hendricks in Auftrag gegeben hatte und heute der Öffentlichkeit vorstellte. Hier weiter lesen.

Dieselfahrverbot zum 1. Januar 2018 in Stuttgart gerichtlich bestätigt! - Die App zum Dieselfahrverbot ab sofort kostenlos verfügbar!

Täglicher Status der Einfahrberechtigung für jede Zone und Plakettenart in Europa im Web und als App
Interaktive, zoombare Karten für Deutschland, Frankreich, Österreich, Dänemark oder Europa gesamt.

Die jeweiligen lokalen Regelungen einer europäischen Umweltzone in 5 Sprachen

Die  Deutsche Umwelt Hilfe DHU hat das von ihr angestrengte Verfahren für eine bessere Luftreinhaltung und ein Dieselfahrverbot in Stuttgart gewonnen.

Ein entsprechendes Urteil ist NUN vom zuständigen Verwaltungsgericht am 28. Juli 2017 bestätigt worden. Aus diesem Grunde ist auch davon auszugehen, dass es in der Stadt Stuttgart ab 1. Januar 2018 ein Dieselfahrverbot geben wird, welches noch zu definierende Straßenabschnitte oder Zonen betreffen wird.

Zu erwarten ist, das bis Ende des Jahres festgelegt wird, welche EURO-Klassen welcher Typen von Dieselfahrzeugen dennoch in die Dieselverbotszonen einfahren dürfen oder ob es tatsächlich ein generelles Dieseleinfahrtsverbot - auch für EURO-6 Diesel - geben wird.

Es kann nun davon ausgegangen werden, das AUCH andere Städte wie Hamburg, München und Berlin durch vergleichbare Urteile von Verwaltungsgerichten weitere Dieselfahrverbotszonen einrichten werden, bzw. dazu gezwungen werden.

Damit diese ständig oder temporär eingerichteten Dieselfahrverbotszonen erkannt, bzw. umfahren werden können  oder aber mit dem richtigen Fahrzeugtyp und/oder Plakette durchfahren werden können, bedarf es der Green-Zones-App. Hier Info über die Funktionsweise der Green-Zones App. Direktdownload für Android in 5 Sprachen hier im Google-Play-Shop.

Dieselfahrverbote werden vorraussichtlich in mehreren großen Städten Deutschlands entstehen. In welchen Städten dies laut Meldungen von Medien geschehen könnte, bzw. bereits beschlossen ist und wie der Stand dazu ist, finden Sie hier  ...
Fahrverbotszonen für Dieselfahrzeuge können ständig gültig sein odr nur temporär (Wetterbedingt). Wer mit welchem Dieselfahrzeugtyp wann in welche europäische NOx- oder Feinstaubzone einfahren darf, zeigt die Green-Zones-App ...
Stickoxide - vor allem von Dieselfahrzeugen - sind der Grund, warum es in Deutschland nunmehr Dieselfahrverbote geben wird. Wie Stickoxide wirken, wer für diese verantwortlich ist und wie die Gesundheit geschädigt wird, kann sich hier informieren ...
Wie und in welcher Form soll ein Dieselfahrverbot in deutschen Städten überwacht werden? Dies ist nur mit der Blauen Plakette möglich, die dann den Benzifahrzeugen und ggfs. sauberen Dieselfahrzeugen zugeteilt wird. Alle Infos dazu hier ...

Dieselskandal, Fahrverbote, Nachrüstungen, neue Diesel-Umweltzonen - Aktuelle News aus den Medien

18.01.2018
Laut Markenchef Diess macht VW auf dem Weg zum Comeback am US-Markt große Fortschritte. Bis 2020 sollen wieder Gewinne im laufenden Geschäft eingefahren werden... hier weiter lesen
 
17.01.2018
Von Fahrverboten könnte neben Düsseldorf und Köln auch das Umland betroffen sein. Es ist noch gar nicht so lange her, da hat die Autoindustrie den Diesel... hier weiter lesen
 
16.01.2018
Berlin: Als einen „mutlosen Auftakt“ bewertet der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) das Ergebnis der Sondierungsgespräche von Union und SPD... hier weiter lesen

 
15.01.2018
Lange, viel zu lange, ließ sie auf sich warten: die Umweltzone Brüssel. Aber jetzt ist sie da, seit dem 1. Januar 2018. Und sie ist wirklich groß geraten, weil... hier weiter lesen