In Deutschland sind Dieselfahrverbote beschlossen worden

Im Jahre 2018 werden in mehreren deutschen Städten Diesefahrverbote umgesetzt

Ständige und temporäre Dieselfahrverbote in deutschen Städten - Wo, wie und zu welchem Zeitpunkt können diese erkannt werden?

Auf Millionen von deutschen Dieselfahrzeugfahrer kommen schwere Zeiten zu.
Das vom Stuttgarter Verwaltungsgericht bestätigte Dieselfahrverbot zum 01. Januar 2018 wird neben den Entscheidungen in München und Hamburg vermutlich erst der Anfang vom möglichen Ende des Diesels sein. Das sich ein "Ende des Diesels" vermutlich aber noch über mehrere Jahrzente hinziehen wird, sollten den Fahrern dieser Fahrzeuge bis dahin geholfen werden, wo wann und wie sie Dieselfahrverbotszonen rechtzeitig erkennen, vermeiden und ggfs. umfahren können, um nicht Bußgelder zahlen zu müssen und/oder Liefertermine im Wirtschaftsverkehr zu verpassen.

Dieselfahrverbote.de versteht sich als Dienstleister, der aktuell mit eigenen Beiträgen über die Situation für Dieselfahrer in Deutschland berichtet, Medien-News aus den großen Städten mit hoher NOx-Belastung aufgreift und zudem Wege aufzeigt, wie und in welcher Form eine Informationsdienstleistung der Green-Zones-App dabei helfen kann.

Die Grünen machen die Blaue Plakette zur Koalitionsbedingung

Als erste Partei stellten die Grünen am Freitag den 04.08.2017 klar, dass Sie im Falle einer Regierungsbildung die Blaue Plakette einfordern würden. Eine Koalition wäre mit ihnen also nur möglich, wenn die Blaue Plakette schnell durchgesetzt würde. Auf Grund der hohen gesundheitlichen Auswirkungen sollten Bürger künftig wirkungsvoller vor der Luftverschmutzung geschützt werden. Hierzu müssten den Kommunen Mittel an die Hand gegeben werden, mit denen Sie flexibel über Einfahrverbote entscheiden könnten. Renate Künast stellte bereits klar, dass nach ihrem Verständnis Fahrverbote auf Grund von Gerichtsurteilen bereits im Winter kommen würden.

Die Grünen machten die Blaue Plakette als erste Partei Deutschlands zur Bedingung, womit sie sich einen Vorreiterstatus verschafft haben. Was dies für die Regierungsbildung im September bedeutet und wie die anderen Parteien reagieren werden, bleibt abzusehen.

Seehofer fordert schnelles Handeln beim Software-Update

Um Fahrverbote zu vermeiden, kommt es laut CSU-Chef Horst Seehofer auf ein schnelles Handeln an. In drei Monaten müsste das beschlossene Nachrüstungsprogramm eine eindeutige, positive Wirkung zeigen, sonst wäre die Politik mit weiteren Maßnahmen gefragt. Hierbei kann man sich an das Stuttgarter Urteil erinnern, das besagt, dass ein Dieselverbot ab dem 01. Januar 2018 in Kraft tritt, falls vorher keine deutliche Verbesserung der Luftqualität erkennbar ist.
Fraglich ist, wie schnell die Verbraucher auf das Angebot reagieren und ihre Dieselfahrzeuge nachrüsten lassen. Deshalb schlägt Seehofer eine unterschiedliche Besteuerung nachgerüsteter und nicht nachgerüsteter Dieselfahrzeuge vor. Zudem will er eine „Umweltprämie“ anstreben, die das Ziel hat, dauerhaft Dieselautos aus dem Verkehr zu nehmen und durch sauberere Fahrzeuge zu ersetzen, weil immer noch zu sehen bleibt, wie groß die Auswirkungen des Software-Updates sind. Verkehrsminister Dobrindt tut solche Maßnahmen als zu langwierig ab und zählt weiterhin auf das Software-Update der Autohersteller. Erst wenn diese Maßnahmen wirkungslos blieben, wolle er sich Gedanken über andere Möglichkeiten machen.

Der Dieselgipfel vom 02.08.2017 brachte nur einen Kompromiss

Am 2. August 2017 luden Umweltministerin Hendricks und Verkehrsminister Dobrindt Politiker und Akteure der Automobilindustrie zum „Dieselgipfel“ nach Berlin ein. Hier sollte eine Lösung für die Dieselproblematik gefunden werden, insbesondere über die Nachrüstung von Dieselfahrzeugen und mögliche Fahrverbote, wie in Stuttgart durch das Verwaltungsgericht beschlossen, wurde beraten. Heraus kam dabei nur ein lauer Kompromiss, was so kurz vor der Bundestagswahl auch kaum anders zu erwarten war. Durch ein Software-Update sollen die rund 5,3 Millionen deutschen Dieselfahrzeuge der EURO-Klassen 4 und 5 nachgerüstet werden, was laut dem Verband der Automobilindustrie (VDA) angeblich bis zu 25% NOx einsparen soll, ein Wert der von unabhängigeren Gutachtern weit geringer eingeschätzt wird.

Autoindustrie drückt sich um Hardware-Nachrüstung
Eine nachhaltige Lösung wäre die Nachrüstung der Autos durch technische Veränderungen gewesen, die allerdings Kosten von bis zu 10 Milliarden Euro hervorgerufen hätte und deswegen erstmal auf Eis gelegt wurde. Der Kompromiss der Automobilbranche sieht aber nicht nur von dauerhaften Lösungen ab, sondern beantwortet auch nicht die Frage, was mit den unzähligen ausländischen Dieselfahrzeugen der EURO-Klassen 1-3 passieren soll. Insgesamt haben die Deutschen über 45 Mio. Fahrzeuge, von denen rund ein Drittel mit Diesel betrieben werden. Was mit diesen Fahrzeugen in Zukunft geschieht, bleibt ungewiss.

Dieselfahrverbote sind nicht vom Tisch
Obwohl einige Politiker offenbar der Meinung waren, die Dieselfahrverbote sein durch den Gipfel-Kompromiss vom Tisch, stellte die Umweltministerin Hendricks klar, dass es durch die deutsche, bestehende Gewaltenteilung keine Möglichkeit gäbe, ein Gerichtsurteil durch eine wirtschaftlich-politische Einigung aufzuheben. Insofern bleibt das Stuttgarter Gerichtsurteil bestehen und wir können mit Spannung auf weitere Prozesse gegen deutsche Städte warten.

Nachgerüstete Fahrzeuge benötigen eine Kennzeichnung
Auch das Thema der blauen Plakette wird mit der Nachrüstung topaktuell, denn wie Ministerin Hendricks bei einer am Abend stattfindenden Talkrunde zu bedenken gab, müssten nachgerüstete Fahrzeuge ja auch gekennzeichnet werden, um Ihnen die Weiterfahrt zu ermöglichen. „Sauberer“ müsste demnächst von „dreckigem“ Diesel unterschieden werden, was wohl auch Verkehrsminister Dobrindt bald einsehen muss.

Dieselfahrverbot zum 1. Januar 2018 in Stuttgart gerichtlich bestätigt! - Die App zum Dieselfahrverbot ab sofort kostenlos verfügbar!

Täglicher Status der Einfahrberechtigung für jede Zone und Plakettenart in Europa im Web und als App
Interaktive, zoombare Karten für Deutschland, Frankreich, Österreich, Dänemark oder Europa gesamt.

Die jeweiligen lokalen Regelungen einer europäischen Umweltzone in 5 Sprachen

Die  Deutsche Umwelt Hilfe DHU hat das von ihr angestrengte Verfahren für eine bessere Luftreinhaltung und ein Dieselfahrverbot in Stuttgart gewonnen.

Ein entsprechendes Urteil ist NUN vom zuständigen Verwaltungsgericht am 28. Juli 2017 bestätigt worden. Aus diesem Grunde ist auch davon auszugehen, dass es in der Stadt Stuttgart ab 1. Januar 2018 ein Dieselfahrverbot geben wird, welches noch zu definierende Straßenabschnitte oder Zonen betreffen wird.

Zu erwarten ist, das bis Ende des Jahres festgelegt wird, welche EURO-Klassen welcher Typen von Dieselfahrzeugen dennoch in die Dieselverbotszonen einfahren dürfen oder ob es tatsächlich ein generelles Dieseleinfahrtsverbot - auch für EURO-6 Diesel - geben wird.

Es kann nun davon ausgegangen werden, das AUCH andere Städte wie Hamburg, München und Berlin durch vergleichbare Urteile von Verwaltungsgerichten weitere Dieselfahrverbotszonen einrichten werden, bzw. dazu gezwungen werden.

Damit diese ständig oder temporär eingerichteten Dieselfahrverbotszonen erkannt, bzw. umfahren werden können  oder aber mit dem richtigen Fahrzeugtyp und/oder Plakette durchfahren werden können, bedarf es der Green-Zones-App. Hier Info über die Funktionsweise der Green-Zones App. Direktdownload für Android in 5 Sprachen hier im Googl-Play-Shop.

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